www.Estrich-Doktorarbeit-Rezension.de

Diese Internetseite verweist auf eine unabhängige (freie) Rezension über die Doktorarbeit von Dipl.-Ing (FH) Alexander Unger, Architekt, (Pseudonym “Dr. Estrich”) sowie über einzelne Werbeaussagen betreffend RenoScreed® - Estrich (Energiespar- und Sanierestrich), welcher nach Angaben von Herrn Dr. Unger im Rahmen dessen Dissertation entwickelt worden sein soll. Die Dissertation wurde 2008 an der TU Košice in der Slowakei vorgelegt.

Thema der Dissertation (dt.):
“Untersuchung und Entwicklung von Verfahren zur Herstellung extrem dünnschichtiger, schwimmender Baustellenestriche im Altbaubereich.”

Thema (original):
“Examination and development of techniques for in-situ production of extremely thin floating screeds in the refurbishment area.”

Zusätzlich werden die Zusammenhänge, bspw. die Jury-Zusammensetzung, zum Innovationspreis Fussboden 2010 (verliehen von QV Fussboden e.V.) kritisch betrachtet.

Hinweis: Dissertation - Doktorarbeit - Rezension
Die Aussagen auf dieser Seite und in der Rezension geben die persönliche, fachliche Meinung des Rezensenten wieder! Es wird empfohlen, vor der Lektüre der Rezension zunächst die Doktorarbeit von Herrn Unger zu lesen.

Die Dissertation von Herrn Unger ist jedoch nicht über die Deutsche Nationalbibliothek oder eine andere übliche, inländische Bezugsquelle erhältlich oder einsehbar. Ein Bezug der Doktorarbeit wird seitens Herrn Unger nach Kenntnis des Rezensenten nicht explizit angeboten, so dass Interessierten nur der Weg an die Hochschulbibliothek der TU Košice übrig bleibt. Gem. Online- Auskunft (siehe unten) ist in der Hochschulbibliothek in der Slowakei, bei der es sich um eine reine Präsenzbibliothek (keine Ausleihe) handeln soll, nur ein einziges Belegexemplar hinterlegt.

Herr Unger bzw. sein Vertriebspartner weisen im Rahmen des Marketings des Produktes RenoScreed
® (u.a. in einem Video auf YouTube) auf die Dissertation hin. Es gibt zudem zahlreiche Internetauftritte (u.a. doktorarbeit-estrich.de; renoscreed-doktorarbeit.de; dissertation-estrich.de; dr-estrich.de ) von Herrn Unger, die positiv auf die Dissertation verweisen ohne etwas über den konkreten wissenschaftlichen Ansatz / die Forschungs- und Entwicklungsarbeit noch die tatsächlichen NEUEN ERKENNTNISSE auszusagen (die nach Meinung des Rezensenten auch nicht hervorgebracht wurden).

Bereits der Titel der Doktorarbeit ist ungewöhnlich reißerisch, verspricht er dem Leser schließlich, dass sich der Autor mit der Entwicklung von Verfahren zur Herstellung extrem dünnschichtiger, schwimmender Baustellenestriche beschäftigt hat. Frage: Muss sich der Verfasser nicht an diesem selbst gesteckten Anspruch messen lassen?

Tatsächlich wird in der gesamten Arbeit nicht definiert bzw. erläutert, was dünnschichtige – geschweige denn extrem dünnschichtige – Estriche überhaupt sind. Auch nicht behandelt wird, wo nach dem aktuellen Stand von Forschung und Wissenschaft in Gegenüberstellung zu dem Stand der anerkannten Regeln der Technik die werkstoffmechanischen Grenzen des technisch Sinnvollen und Machbaren liegen.

Nach Auffassung des Rezensenten sollten Arbeiten, die zur Verleihung des akademischen Doktorgrades führen, der Fortentwicklung der Wissenschaft (der Allgemeinheit) dienen. Besonders dann, wenn sie in unüblicher (vielleicht sogar unwürdiger) Weise zu Verkaufsförderungszwecken / Werbemaßnahmen eingesetzt werden, sollten sie – zum Zweck der Überprüfbarkeit der Werbeaussagen - für jedermann zugänglich sein.

Hinzu kommt, dass der Rezensent auf Seite 127 der Dissertation von Herrn Unger wörtlich als „…a technical expert on floor contructions from Idstein/Germany…“ bezeichnet wird. Ob so etwas in einer Doktorarbeit stehen sollte und der nötigen wissenschaftlichen Sachlichkeit gerecht wird, kann dahingestellt bleiben, es veranlasste den Rezensenten schlussendlich dazu, sich umfassend mit der Dissertation auseinanderzusetzen. Das Ergebnis wird in der 59-seitigen Rezension dargestellt.

Diese kann schriftlich (postalisch oder per E-Mail) beim Verfasser angefordert werden und ist kostenfrei in Papierform erhältlich.
Bitte geben Sie Ihre Postadresse und ggfs. weitere Kontaktdaten an.

Kontaktdaten Rezensent / Impressum:

Gerhard Gasser
Richard-Klinger-Str. 6
65510 Idstein


E-Mail: g.gasser[at]online.de (das [at] bitte gegen @ ersetzen!)

>>> Informationen zum Patentverfahren RenoScreed / Stellungnahme des Europäischen Patentamtes <<<

(Trotz ursprünglicher Bemühungen Herrn Ungers wurde bisher kein Europäisches Patent sondern lediglich ein einfacher (Namens-) Markenschutz erworben, bei dem - im Gegensatz zur strengen, fachlichen Patentprüfung - die sachlichen Schutzvoraussetzungen Neuheit, erfinderische Leistung und gewerbliche Anwendbarkeit nicht geprüft werden)


Beachtlich ist das Dokument der Patentprüfer der Kategorie “Recherche / Prüfung” vom 25.08.2010

“Erklärung, dass eine Recherche nicht möglich ist”

Darin heißt es wörtlich:

“[...] First, one has to observe that it would be technically impossible to use ethylene gas in a screed composition, because
the gas would escape before the screed composition could harden. [...]

The description, however, contains no disclosure whatsoever, wheter in actual fact a copolymer of above mentioned monomers
should be used in the admixture, and if this is the case, how said copolymer should be obtained. Therefore, from the description
the person skilled in the art obtains no information how to carry out the invention into practice.
For the reason detailed above, no search report is to be issued for the present patent application. [...]”


 

Bibliotheksauskunft TU Kosice

Letzte Aktualisierung am Montag, 6. April 2015

Rezension | Doktorarbeit | Estrich | Sanierestrich | Energiesparestrich | Brandschutz | Altbau | Wissenschaft | Screed | Meinung | Dr. | Ph.D. | ökologisch | Fußbodenheizung | ökologisch | Eipos | Dissertation | Rezension | Sachverstand | Heizestrich | Dünnschichtiger Estrich | Schallschutzestrich | Experte